Laas Unltd. ///
Laas Unltd. ///
Mit 15 Jahren hieß er Laas MC, mit 19 Jahren Laas Minute. Der gebürtige Gütersloher Freestyle King hatte im Laufe seiner Karriere schon viele Namen – und beinahe täglich werden es mehr: Fat Lace, Laasen, Lace Against The Machine, Jackenmann, Veggie Noble, DBU… Für Viele ist er der Inbegriff von Freestyle und Jamkultur; ein Hip Hop Repräsentant aus dem Bilderbuch. Laas war Mitglied der legendären Stammtisch Crew, die sich deutschlandweit auf Jams einen Namen machte, ohne jemals einen gemeinsamen Tonträger veröffentlicht zu haben. Er war Ende der 90er Jahre der talentierteste Nachwuchsrapper und gilt heute als Deutschlands bester ungesignter MC. Gerne wurde und wird sein Name von HipHop-Größen zitiert, wenn von Qualität am Mic die Rede ist, er gilt bundesweit als Rapgenie. Man kann seinen Style nicht mehr auf ein Genre reduzieren, man kann diesen jungen Mann nicht limitieren, denn er deckt zu viele Bereiche ab. Unlimited eben.
So viel in Kürze.
Als 15-jähriger fing Laas an, auf Hip Hop Jams in Deutschland zu fahren, um dort Gleichgesinnte aus der damals noch sehr übersichtlichen Szene zu treffen, und sich mit ihnen auszutauschen. Hip Hop in Deutschland war zu diesem Zeitpunkt noch nicht im heutigen Ausmaß in den Medien präsent und MySpace war noch weit, weit weg. Wenn man dazugehören wollte, musste man auf die Jams fahren und zeigen, was man drauf hatte – und Laas hatte Einiges drauf! Einer seiner ersten Förderer war Rasputin, der damals zusammen mit dem Bielefelder Produzenten Flaps die Gruppe Flara darstellte. Er nahm Laas unter seine Fittiche und mit ins Yard, und von ihm lernte Laas auch die Basics des Rap. Flaps produzierte kurze Zeit später dann auch die Musik, aus der 2001 die Laas Minute EP “Manche Erzählen Mir, Ich Solle Ein Tape Machen” resultierte.
Basierend auf den Jams formierte sich Laas mit DJ Amir, Spontan, SD und Rano zur legendären Stammtisch Crew, da man sich gegenseitig und das gemeinsame Talent auf unzähligen Sessions kennen- und zu schätzen gelernt hatte. Leider kam es – abgesehen von den legendären “Beats Aus Der Bude” Tapes und dem nicht minder legendären DJ Amir Nr.20 Tape – nie zu einer gemeinsamen Veröffentlichung der Stammtisch Crew, sondern irgendwann zur Trennung. Die Stammtisch Crew hat dennoch ihren Stempel hinterlassen; fragt man heute die namhaften MCs nach dieser Crew, so dominiert in den Antworten immer noch der Begriff “Speerspitze des Untergrunds.”
Nach der Trennung der Stammtisch Crew zog es ihn 2003 nach Hamburg, wo er sich als Rapper weiterzuentwickeln suchte und seine Ausbildung begann. Hier fand er in dem Produzententeam Absturz City seine neue musikalische Familie und brachte mit dieser 2006 das Kollabo-Album “Meisterwerk” (mit Rano, Gratisdownload auf http://RanoUndLaas.de) und 2007 das Album “Laas Unltd. Begins!” heraus. Letzteres war der erste Teil einer Trilogie, deren Fortsetzung 2009 mit “2.0 Action Rap” folgt, und die mit “Laas Unltd. Returns” ihren Abschluss finden wird. Nebenbei hat der sympathische Ray Ban Fan seine Ausbildung abgeschlossen und kümmert sich darum, dass aus Kindern anständige Menschen werden.
Rap in Deutschland hat sich seit Laas Anfängen stark verändert. Laas ist diesen Weg mitgegangen und aus dem damaligen Übertalent ist ein facettenreicher Musiker und Songwriter geworden. Laas macht Musik für Frauen, Männer, Mädchen, Jungs, Studenten, Gangster, Backpacker, Clubgänger, Hip Hops, Normalos, Hater, Lover, Writer, Fahrkartenkontrolleure, Erwachsene und Kinder. Durch das Video zum Song “Wir Kenn´Dich Nicht” konnten Laas und Absturz City 2007 einen kleinen Hype kreieren, der auch an der Elite der deutschen Rap Szene nicht spurlos vorüber ging. Als Resultat dieses Hypes fand man Laas als Gast auf zwei der wichtigsten Alben des Jahres 2008, nämlich auf “John Bello Story 2″ von Kool Savas und “Sparring 3″ von Olli Banjo, sowie auf einem jetzt schon legendären Mixtape von Harris, DJ Sweap und DJ Pfund 500 und dem “Almost Famous” Release von Jifusi. Laas war 2008 ein mehr als gern gefeatureter Gast und das setzt sich 2009 fort – auf drei großen Releases ist er zum Jahresende zum Teil mehrfach vertreten: auf Monroes Produzentenalbum “Movement”, auf dem “La Connexion” Sampler, und als Hidden Track auf Sidos “Aggro Berlin”.
Laas Unltd. live zu sehen ist ein Erlebnis, denn die Skills dieses Mannes sind sensationell, egal ob Freestyle oder Geschriebenes, seine Leistungen “on stage” kennt man sonst nur von amerikanischen Künstlern, die mit der Hip Hop Kultur aufgewachsen sind und Rap im Blut tragen. Er schafft eine sofortige Verbindung zum Publikum und schafft es problemlos, auch Skeptiker in seinen Bann zu ziehen.
Laas arbeitete im Laufe seiner Karriere u.a. mit folgenden Künstlern zusammen: Kool Savas, Olli Banjo, sido, Samy Deluxe, Maeckes & Plan B, Franky Kubrick, Moe Mitchell, Absturz City, DJ Suro, Dendemann, Scratch & Pitch, DJ exel. Pauly, Nao:me, O.O.D., Rano, Rasputin, SD, Spontan, DJ Amir, Flaps, Flara, Knauf “King Kong” Kinski, Playmo, Krutch, Luke & Swift, DJ Buzz-T, Ms. Lema, Roe Beardie, Clueso, DJ Lifeforce, Skunk Funk, Mad Maxamom, Bruder Garl, Trainingslager, Iron Ive, Felonious, Ill Age People, DJ Flow Sun, MacVallez, P-Noq, Florian Sump/Jim Pansen, u.v.A…
Laas Unltd. im Netz:
http://youtube.com/user/laasunltd
http://myspace.com/laasunltd
http://www.facebook.com/pages/Laas-Unltd/39876535738
http://twitter.com/laasunltd
ALLE FOTOS: © LivePic.biz/David Luther
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